Nein, das, was ich schreibe, ist nicht dazu gedacht, den Leser darüber zu informieren, wie schrecklich diese Krankheit ist…sie ist es…, oder wie sehr man darunter leidet…man tut es

Es soll eher dazu dienen, mir selbst…und dadurch vielleicht auch vielen anderen, zu zeigen, warum es überhaupt dazu kommen konnte, dass diese Krankheit Einzug in mein Leben nehmen konnte. Denn eins ist gewiss: ich muss mich nicht fragen: Warum ich? Ich weiss, warum ich krank geworden bin.

Es hat mit Sicherheit etwas mit dem sogenannten gesunden Leben zu tun, wobei ich mit gesundem Leben nicht die gesunde Ernährung sehe, sondern vor allem die gesunde seelische Entwicklung, von der es letztendlich abhängt, wie sich das Leben des einzelnen entwickelt.

Es ist dieses eine Leben, das angesichts der Unendlichkeit der Zeit und des Raums, angesichts des Überflusses an Menschen so entsetzlich bedeutungslos scheint .

Und doch leben wir alle, jeder einzelne in seiner kleinen, unbedeutenden Welt, und haben alle das Gefühl, dass wir das wichtigste sind, was es gibt.

Und damit haben wir recht, denn wichtig ist, was jeder einzelne macht, wie er handelt, denn nicht einzelne Grosse bestimmen den Ablauf unseres Lebens, sondern die vielen, die letztendlich darüber entscheiden sollten, ob das, was unseren Alltag und unser Zusammenleben regelt, wirklich so zu vertreten ist.

Wir alle bestimmen unsere Zukunft, wir alle haben die Macht, das Leben so lebenswert zu machen, das jeder sein kleines Leben glücklich und gesund führen kann. Wir müssen es nur wollen.

Und darum schreibe ich.

Es werden einzelne Geschichten werden, die sich irgendwann zusammenfügen werden zu dem, was mein Leben war und was es ist.

Ich möchte darauf hinweisen, dass es in meiner Biographie mit Sicherheit Episoden geben wird, die alles andere als einfach zu lesen und zu verarbeiten sind, und, obwohl viele Menschen unter weitaus menschenunwürdigeren Bedingungen leben müssen, trifft es doch eher, wenn so ein Leben personifiziert wird.

Es ist mir wichtig, aufzuzeigen, was alles schieflaufen kann, aber noch wichtiger ist mir, zu zeigen, wie sinnvoll man diese Erfahrungen, seien sie noch so brutal und grausam gewesen, nutzen kann, um letztendlich doch zu dem Frieden zu gelangen, den ich jetzt erreicht habe.

Ich will nicht behaupten, dass ich alles weiss. Aber das Wissen, das ich erlangt habe, das mir jetzt das friedliche, glückliche Leben schenkt, das möchte ich gerne weitertragen, weil ich weiss, dass ich es tun muss.

Jeder hat eine Aufgabe in seinem Leben, und dieses ist meine, damit meine Leben einen runden Abschluss findet, wenn ich wieder vor der Ewigkeit stehe und in sie eingehen werde, denn mein Krebs ist nicht mehr heilbar.

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