Ich habe Krebs

Oktober 10, 2007

Jetzt glaube ich, ist es doch an der Zeit, über meine Krankheit zu schreiben. Nicht, um zu zeigen, wie schlimm es steht, sondern, um Hoffnung zu geben an die, die sich jetzt so fürchterlich alleine fühlen mit ihrer Diagnose, die leider auch zu oft alleine gelassen werden von den so genannten Freunden… was für Freunde sind das denn?

Und dann müssen wir auch noch Verständnis dafür aufbringen, warum sie es tun… sie können nicht damit umgehen… na, klasse… arme Menschen….armselige Menschen….erbärmliche, oberflächliche Menschen… sie tun mir leid, so möchte ich niemals sein.

Fangen wir also an:

Begonnen hat das ganze im Juni 2006. in beißender Schmerz zog durch meinen Oberschenkel, oben am Schritt, so als ob eine Sehne übergesprungen wäre. Autsch… mehr war erstmal nicht. Ok, dachte ich mir, irgendwann springt sie auch wieder zurück. Nix passierte… und so gewöhnte ich mir einen Gang an, der verhinderte, dass die Schmerzen überhand nahmen. Ich schaffte es sogar, so zu gehen, dass ich den Schmerz nicht mehr fühlte.

Aber dann bin ich gestolpert.. einfach so über einen Teppich in meiner Wohnung, und der Schmerz, der dann kam, war grauenhaft. Gehen war absolut unmöglich, meine Freundin brachte mir 2 Krücken, die sie hatte rüber, damit ging’s wieder einigermaßen. Das Gehen war an sich kein Problem, aber das Aufstehen hatte es in sich. Ich musste einen Schmerz überwinden, der sich durch den ganzen Körper zog. Aber aus meiner Sicht ging es nicht anders. Selbständig und mit einem Kind, da ist man einfach nicht krank, da geht es immer noch weiter. Dass meine Brust mittlerweile tierisch schmerzte bekam ich nur am Rande mit, das Bein tat zu weh. Rot war sie, die Brust, aha, entzündet war mein erster Gedanke, und so schmierte ich mir eine entzündungshemmende Salbe auf die Brust… Einbildung ist alles… der Schmerz verschwand. Zwar zog sich die Warze ein, aber was soll’s, damit konnte ich leben.

„Sie haben einen Muskelriss!“  Erste Diagnose, von einem Bekannten gestellt… war eben einfacher, als zum Arzt zu latschen…Also ab zum Sanitätshaus, Binde für den Oberschenkel geholt. Die ersten Minuten war’s klasse, aber dann kamen die Schmerzen immer stärker, waren nicht mehr auszuhalten, ich nahm die Binde ab.

Zweiter Versuch: „Sie haben eine Arthrose, sieht man deutlich auf dem Ultraschall. Ich gebe Ihnen Tabletten, und wenn´s nicht hilft müssen wir über eine künstliche Hüfte sprechen. Ansonsten müssen Sie lernen, mit diesen Schmerzen zu leben.“  … aha…

Irgendwo tief in mir sagte mir etwas, dass es nicht so einfach sein würde. Irgendwie ahnte ich, was kommen würde, und so schluckte ich die Tabletten, versuchte, mir einzubilden, dass sie halfen, aber diesmal wirkte es nicht wirklich….

„Waren Sie schon einmal bei einem Osteopathen?“ ein befreundeter Anwalt fragte mich und erzählte mir, wie gut sie seien, dass seiner Frau sehr gut geholfen wurde, die fast ein Jahr nicht gehen konnte vor Schmerzen… „Nur sechs Sitzungen, und dann sprang sie wieder herum, wie ein junges Reh!“

Jepp, das wollte ich auch so, also nix wie hin… Der Gute untersuchte, meinte, es könnte von der Hüfte kommen, wollte aber zuvor noch ein paar Röntgenbilder machen lassen. Mit der Überweisung ging ich los und wurde geröntgt, sollte im Anschluss noch auf den Arzt zur ersten unverbindlichen Diagnose warten. Er kam herein, sah sich die Aufnahmen an, wurde blass, meinte, es würde wirklich alles andere als gut aussehen und schickte mich los mit der Auflage, sofort zu meinem Osteopathen zu gehen. Ich ging.. besser gesagt, ich fuhr, und auf dem Weg dahin wusste ich schon bereits, was mich erwarten würde.

Mein Arzt sah sich die Aufnahmen an, meinte, da könne er mir wirklich nicht helfen, ich müsste sofort ins Krankenhaus in eine onkologische Abteilung… das Wort Onkologie sagte mir überhaupt nix… machte in der Tumorambulanz einen Termin für mich, nahm mich in die Arme, brachte mich zum Auto und sagte zu mir: „Seien Sie um Gottes Willen vorsichtig, Ihr Oberschenkel kann jeden Moment brechen!!“

Mir wurde schlecht….

Ich fuhr nach Hause, wartet einen Tag auf den Termin, ging dorthin, ignorierte mit aller Macht alles, was darauf hindeutete, dass hier die Krebsstation war, kämpfte mit dem Arzt darum, dass ich die Untersuchungen ambulant machen konnte, gab ihm meine Telefonnummer  von zu Hause und vom Büro und ging wieder.. Fuhr ins Büro, holte mein Kind von der Schule ab, machte die Hausarbeit, so gut es ging, holte meinen Lebensgefährten ab, der alte Trott ging weiter. Abgesehen davon, dass das Bein tierisch schmerzte, wenn ich aufstehen musste, abgesehen von der Angst, das Bein könnte brechen, abgesehen davon, dass mir die Lungen ein paar Mal ziemlich weh taten… alles ging so weiter, wie vorher… Kind zur Schule bringen, mit dem Lebensgefährten los…, ihn zur Arbeit, dann ab ins Büro… Kundenbesuche… Kind abholen von der Schule… alles war wie immer…

Montags rief er mich an, mein Onkologe, und bat mich, am nächsten Tag zu ihm zu kommen. Und da ging es mir doch schon so dreckig, dass ich meine Freundin bat, mich dorthin zu fahren… ich wollte einfach mal einen Ruhetag haben.

Morgens brachte ich noch mein Kind zur Schule, verabschiedete mich von meinem Lebensgefährten, stieg bei meiner Freundin ins Auto, und los ging’s. Mein Bein war mittlerweile stark geschwollen.. watt Wunder, ich lief ja mittlerweile 5 Monate so rum…

Eine Ultraschalluntersuchung wurde vorgenommen, ein Rollstuhl wurde heran gefahren, ich protestierte, ich konnte doch gehen!!!! Ich durfte aber nicht. Sie hatten eine tiefe Beinthrombose entdeckt. Der Arzt sah mich an:  „Ich nehme Sie hiermit stationär auf.“

Ich weinte, ich tobte, ich schrie, es ging doch nicht!!! Mein Kind wartete auf mich vor der Schule, in ein paar Wochen wollten wir umziehen… meine Kunden…es half nix, er blieb unerbittlich. Meine Freundin wartet draußen auf mich. „ Du hast doch nicht ernsthaft erwartet, dass sie dich hier wieder rauslassen?“ fragt sie mich  und schob mich zur Aufnahme. Letzte Instruktionen an sie, dann geht sie, um mein Kind ab zu holen, um meinen Lebensgefährten bescheid zu geben, und ab dann ist sie einfach nur da und hilft… einfach so, obwohl sie 2 kleine Kinder hat, allein stehend ist, sich um ihre Eltern kümmern muss, sie hilft.. einfach so…Wir soll ich ihr dafür nur jemals danken?

Meine Familie kommt zu mir ins Krankenhaus.. bis Ende der Woche muss ich bleiben, sage ich ihnen… es ist der 16. November 2006…es werden am Ende 6 Wochen…

Die Tage vergehen… Untersuchungen ohne Ende… und dann steht sie vor mir, die Stationsärztin. „Sie haben Brustkrebs, er ist nicht mehr heilbar, aber wir können ihn stoppen. Sie hatten auch mehrere Lungenembolien…“… Ach.. daher die Schmerzen…

„Wie hoch ist die Chance?“ frage ich sie. „ 70 bis 80 Prozent“

„Na denn,“ sage ich „Dann nehmen wir doch mal die 70 bis 80 Prozent hundertprozentig.“

Tja, da lag ich nun..  Kein Gefühl in mir.. keine Regung, außer vielleicht der Sorge: wie nehmen es meine beiden auf? Was danach kam habe ich bereits in einem anderen Kapitel mit der Überschrift : Das Lachen ist mein Leben geschrieben….

Was ist danach passiert?

Ich bekam im Krankenhaus wieder starke Blutungen, da ich ein Myom im Unterleib hatte. Nach der Entlassung, als mein Oberschenkel operiert worden war ( ein Gammanagel wurde eingesetzt, so viele Metastasen wie möglich ausgeschabt, und da ganze mit heißem Zement ausgefüllt ), musste ich noch zwei mal stationär aufgenommen werden, damit überprüft werden konnte, wie gut ich die Chemo- vertrug. Meine Blutungen wurden stärker… die Chemo- konnte ambulant durchgeführt werden, ich vertrug sie mehr als nur gut…

Zweimal kam der Krankenwagen zu uns nach Hause, um mich ins Krankenhaus zu fahren, um mich vor dem Verbluten zu bewahren. Sie wollten mich dabehalten, bis meine Chemo- zu Ende war, um mich gleich operieren zu können. Zweimal lies ich mich stabilisieren und ging 2 Tage später wieder nach Hause.

Im April war die Chemo- beendet…. Der Termin für die Operation war bereits für Mitte Mai festgelegt.. Meine Blutwerte waren grottenschlecht.. Mir wurde anheim getragen, mein Testament zu machen, und Vorsorge für mein Kind zu treffen. War alles schon passiert… Es war nicht das erste mal, dass ich dem Tod so nahe war. Aber ich war stark, ich war optimistisch, ich hatte keine Angst, ich war froh, diesen Riesenbrocken aus meinem Bauch zu kriegen, der mich aussehen lies, als ob ich hochschwanger sei.

Der Tag der Operation kam, die Ärzte waren nervös, sagten mit, sie hätten eine halbe Blutbank für mich bestellt, einen Tag zuvor wurden mir noch Blasenleiterschienen gelegt… ich war ruhig… keine Angst….

3 Tage Intensiv, das hatten sie gesagt… ha…. Eine Nacht, und ich ging wieder auf die Normalstation!  Ein Wunder sagten die Ärzte, das war ein glattes Wunder!!!  Einfach unglaublich!!! Meine Blutwerte waren genau an diesem Tag, zum richtigen Zeitpunkt geradezu spitzenmäßig!!!! Ich hatte etwas geschafft, was es zuvor noch nie gegeben hatte!!!

3 Wochen sollte ich bleiben… nach 5 Tagen fragte ich die Ärztin, ob ich wirklich noch bleiben müsse.. Sie lachte… ach bitte, noch einen Tag, sonst wird die Krankenkasse stutzig…

Ok…

Im Juni wurde mir die Brust abgenommen… Keinerlei Komplikationen…

Ab Juli Bestrahlungen… erst die Metastasen, dann die Brust, die Brust auf Drängen meiner Radiologin… meine Onkologen in der Tumorambulanz wollten für mich eigentlich nur noch das nötigste machen, nicht mehr das notwendige…. Aber ein Rezidiv wäre bei mir nicht mehr behandelbar. Ich habe einen inflammatorischen metastasiereden Brustkrebs.

Ende Juli erlitt ich einen Schlaganfall… einfach so… ich kam aus der Dusche, und plötzlich schlackerte mein Arm herunter… Genau an dem Tag, wo ich zum ersten Mal seit über einem Jahr mal wieder an den Strand wollte…. Ich fuhr auch mit meinem Sohn… nur, nach einer Stunde wurde mir mulmig, wir fuhren nach hause und ich ging zum Hausarzt…Überweisung zum Neurologen… der unterstellte mir erst mal, dass ich simulierte…. Nach einer Nervenmessung erkennt er eine Neuropathie und verschreibt mir Hammertabletten, ich hänge in der Nacht über der Toilette…

Dem Radiologen sage ich empört, dass ich diese Dinger nicht mehr nehmen will, er schickt mich zur MRT, und dort stellen sie den Schlaganfall fest… zu spät, als dass man noch etwas gegen die Ausfallerscheinungen machen kann…

Ja, und jetzt sitze ich hier, weiß, dass Ende November noch eine MRT gemacht werden muss, um sicher zu stellen, dass sich keine Metastasen im Kopf gebildet haben, aber was soll ich sagen…

Ich habe etliche Lungenembolien überlebt

Niemand hat geglaubt, dass ich das Krankenhaus  lebend verlassen würde, weder nach der Ersteinweisung, noch nach der Unterleibsoperation..

Ich habe den Schlaganfall einfach mal so weggesteckt…

Es geht mir gut

Ich habe keine Schmerzen

Ich habe keine Angst

Ich arbeite wieder

Und ich genieße das Leben

29 Antworten zu “Ich habe Krebs”

  1. Ganz zufällig bin ich hier gelandet und habe diese Geschichte aus dem Leben aufgesogen wie ein Schwamm. Ich weiß nicht , was ich sagen soll, wie „man“ sich verhält, wie würde ich, wie würden andere ????

    Möchte gerne hier weiterlesen – Viel Glück, Optimismus und Hoffnung !

  2. prinzzess said

    ich find grad keine worte.
    nur soviel: weiterhin alles gute und viel kraft.

  3. Ole said

    Wow…ich bin gerade sprachlos. Wer mich kennt weiß, das das selten passiert!

    Das war eines der persönlichsten Postings die ich seit langer Zeit gelesen habe.

    Wünsch dir weiterhin soviel Glück und Kraft. Von Gesuundheit ganz zu schweigen!

    Ole

  4. Ihatemyfuckinglive’ said

    Ich weiß nicht warum ich den link zu diesem Artikel in meinen Kommentaren finde. Ich wünsche dir trozdem noch ein so schönes Leben wie es nach diesen umständen halt noch geht.

  5. 1leben said

    Dann überleg dir mal, wieviel dein leben wirklich wert ist, und was du daraus machst

  6. So eine Geschichte kann man sich nicht ausdenken, so grauenvoll kann nur das Leben sein.
    Und doch gibt es immer wieder Menschen, die wie Du, mit Optimismus, Hoffnung, Kraft und auch ein wenig Glück all diese Lebenssituationen meistern. Und man wächst daran, teils unbemerkt von den Anderen, denen die Sorge um den lieben Menschen, den Blick verstellt.
    Bleibe weiterhin so positiv dem Leben gegenüber eingestellt, es zahlt sich aus, selbst wenn manchmal alles grau und trist aussieht, denn schon morgen scheint die Sonne wieder.
    NS:Wie bist Du denn auf meine Seite geraten?

  7. Rob said

    Ich bin rein zufällig – über den Trackback des Eintrags zur Technoratikette – hier gelandet.

    Auch ich habe die Geschichte sehr aufmerksam gelesen. Ich bin sehr beeindruckt von Deiner Kraft, Deinem starken Willen und vor allem von Deinem Mut.

    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute – obwohl du das eigentlich nicht brauchst, denn du weißt selbst: Du schaffst das. Dein Glaube an Dich selbst macht Dich stark – so stark – vielleicht stärker, als Dich ein Medikament jemals machen könnte…

  8. Es ist schon erstaunlich, wie wenig viele Menschen aus ihrem Leben machen, wie sehr sie von Geld, Neid, “ So- etwas macht- man- nicht „, von anderen Menschen abhängig sind.

    Hat man erst dunkle Stunden erlebt, dann wacht man (meist!) auf und ist für jede Minute, die es einem gut geht, dankbar, wird ausgeglichen, zufrieden und glücklich.

    Gut und gesund leben zu können ist ein Geschenk, für das man täglich danke sagen sollte, wohin auch immer !

  9. […] erhalten, die ausser einer Seitenangabe nichts sonst enthielt. Neugierig wie man(n) ist habe ich *da* nachgesehen und war ehrlich […]

  10. Dave said

    Schön das hier so viel Resonanz entsteht.
    Finde ich super! War schön Dich heute gesehen zu haben und hoffe das du einen entspannten Abend hast.

  11. Pierro Marie said

    Puuhh;

    Auch ich bin durch den im oberen Kommentar Abschnitt schon erwaehnten Technorati „Schwanz“
    hier „gestrandet“ – denn der Neugier bin auch ich unterlegen .

    Ich las Deinen Beitrag mit grossem Interesse, was in der letzten Zeit selten an anderer Stelle des klein Bloggerdorfes der fall ist, aber auch mit Respect -> fuer Deine Offenheit .

    Mir fehlen, wie sicherlich auch einigen anderen Lesern die passenden Worte, deshalb meine Frage:

    Wie reagierst Du auf Dir entgegen gebrachte Unsicherheit basierend auf Deine Krankheit ?

  12. 1leben said

    Ehrlich, ich würde gerne reagieren, aber bis jetzt habe ich nur 2 Varianten erlebt:
    1. Die, die es mit Sicherheit nehmen… eigentlich überwiegend Menschen, die mit dieser Erkrankung Erfahrung haben, sei´s als selbst Erkrankte oder sogenannte Betroffene..
    2. Diejenigen, die überhaupt nicht damit umgehen können, und sich ausnahmslos von mir zurück gezogen haben.
    Als Krebskranker wird man automatisch in die Isolation geschickt, der man leider nur entgehen kann, wenn man seine Erkrnkung verleugnet.
    Unsicherheit ist nicht schlimmes.. ich würde gerne reagieren, wenn ich die Chance dazu hätte, und zeigen, dass mich diese Krankheit nicht zu einer Unperson macht, was nun aber nicht bedeutet, dass alle so reagieren wie ich. Ich bin an Krebs erkrankt, das bedeutet aber nicht, dass alle Krebserkrankten die gleichen Verhaltensweisen haben.. sicherlich nicht.. aber macht euch klar, dass man mit der optimistischen Lebenseinstellung besser leben und VIEL besser überleben kann. Als ich geschrieben habe: es geht mir gut, meinte ich wirklich: es geht mir gut!!! Ich leide nicht, in keinsterlei Weise, und sei sicher, ich habe keine Probleme damit, Fragen zu beantworten.Wer sich mit dieser Krankheit auseinander setzen will, soll fragen. Ich bin bereit. Sonst würde ich nicht schreiben.

  13. nine said

    Ich habe Gänsehaut und nicht viele Worte.

    Von ganzem Herzen alles Gute und viel Kraft.

  14. Pierro said

    Howdy;
    danke fuer Dein schnelles Feedback .
    Nun bin ich nicht der Gruppe „Krebserkrankter“
    zu zuordnen, aber kenne Deine erwaehnten Worte, da auch ich selbige Erfahrungen taeglich mache, basierend auf ein, in anderen Augen vielleicht so empfundenes, Leiden, ueber welches ich aber nun alles andere als im Netz berichten moechte und werde . . .

  15. 1leben said

    Mal allgemein gesagt, ich habe auf einigen Seiten meinen Link angegeben, nicht, um auf meine Seite aufmerksam zu machen, sondern, weil ich auf diesen Seiten etwas zu lesen meinte, dass traurug und resignierend war. Ich will mit meinem Leben kein Mitleid hervorrufen, sondern aufzeigen, dass wir alle wirklich das beste aus unserer Situation machen können, wenn wir nur wollen. Vielleicht wird auf diese Weise etws mehr Verständnis entwickelt, nicht nur für die Kranken, sondern für viele andere, die unsere Gesellschaft, zum grössten Teil einfach durch Unwissen, an den Rand schiebt.Und vielleicht erkennen doch einige, dass unsere Leben nicht so düster sein muss, wie wir es empfinden.

  16. Pierro Marie said

    Deine Worte :
    „..dass unser Leben nicht so düster sein muss, wie wir es empfinden.“

    moechte ich fuer mich abaendern in:
    … dass unser Leben nicht so düster ist, wie selbiges faelschlicher Weise von „Nichtbetroffenen“ erdacht wird !

    salut

  17. […] ich bin seit Oktober 2007 dabei. Einfach ein Wahnsinn. Aber bitte am Anfang beginnen —> H I E R <—. Nichts für schwache […]

  18. maria said

    mein freund hat magenkrebs.er möchte immer alleine zum arzt gehen sagt mir nicht die wahrheit.er sagt es seiner familie nicht das er ein krankheit hat.ich weiß nichtwas ich tun und wie ich reagieren soll.wenn ich es seiner familie sage macht er schluss,weil er nicht will das seine familie es erfährt.sein opa und onkel hatte auch magenkrebs und die sind gestorben.er hat ein opa der auch krebs hat alle machen sich sorgen um ihn ddeswegen will er es nicht sagen. er ist noch 16 jahre alt. er trifft sich nicht mehr mit mir.was soll ich tun wie soll ich reagieren bitte hilft mir . danke

  19. 1leben said

    16 Jahre ist dein Freund jung, und die Eltern erfahren nichts vom Arzt? Das scheint mir doch etwas ungewöhnlich zu sein – wenn er Magenkrebs hat muss unbedingt eine Therapie erfolgen – und dazu braucht er die Einwilligung der Eltern – er ist noch nicht volljährig, Maria.
    Ich denke, dass dein Freund vermutlich fürchterliche Angst davor hat, auch Krebs zu bekommen – ich denke mal, er steigert sich etwas zu sehr da hinein. Mach dir klar, dass Krebs keine Krankheit ist, die man so einfach verstecken kann – wo ein einfacher Arztbesuch ausreicht. Vermutlich braucht dein Freund eher seelischen Beistand, genauer gesagt, eine Psychotherapie. Geh in dich und frage dich, ob du wirklich bereit bist, das alles zu ertragen, ich denke, du bist auch noch jung.
    Ich versichere dir, sollte er tatsächlich Magenkrebs haben, so sind seine Eltern schon informiert. Halte erst einmal Abstand, vielleicht findet er den Weg zurück von alleine.
    Ich wünsche dir Glück 😉
    Karin

  20. Siegrid said

    Ich habe ganz besonders deinen Anfang, deiner Zeilen, nach vollziehen können.
    ++++++++++++++++++++
    Jetzt glaube ich, ist es doch an der Zeit, über meine Krankheit zu schreiben. Nicht, um zu zeigen, wie schlimm es steht, sondern, um Hoffnung zu geben an die, die sich jetzt so fürchterlich alleine fühlen mit ihrer Diagnose, die leider auch zu oft alleine gelassen werden von den so genannten Freunden… was für Freunde sind das denn?
    ++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Ich befinde mich in einem Anfangssgtadium. Ein Tumor, 2 cm groß, in meiner rechten Brust. Habe die OP hinter mich gebracht. Kein Befall der Lympdrüsen oder Blutgefäße usw….

    Habe soviel Angst ausgestanden. Rausgeworfen aus meinem Leben, in ein Leben, das nun aus Warten und Angst und Tod bestand und besteht.
    Wollte meine Geschwister teilhaben lassen und auch aufklären, dass sie Vorsorge betreiben,weil unsere Mutter vor drei Jahren, an dieser Krankheit gestorben ist.
    Und nun? Wo sind sie?
    Nach der OP? Sie haben sich nach erkundigt, wie es mir geht. Ich warte schon seit Wochen auf ein Zeichen, aber es kommt nichts.
    So enttäuscht war ich noch niemals in meinem Leben. Alleine das WArten auf gutes oder böses Ergebnis und alles, auch die OP, war nicht so schlimm, wie das Verhalten von denen.
    Ich werde am Morgen wach und meine erster Gedanke ist, ….bin ich nichts mehr wert, bin ich ausgesondert??????????

  21. 1leben said

    Es muss bitter für dich sein, das kann ich nachvollziehen – aber glaube um Gottes Willen nicht, dass du nichts wert bist – dein Wert hat sich nicht geändert, du bist genau soviel wert, wie wir anderen auch!
    Nimm nicht die Haltung des Opferlammes ein – wenn sie nicht nachfragen, dann suche dir Freunde – hole dir das Verständnis und die Liebe, die du jetzt brauchst bei anderen – ich sage dir, es gibt genug verständnisvolle Menschen um dich, du musst nur die Augen öffnen, und es auch zulassen.
    Erkenne deinen Wert und lebe – genieße das Leben aus vollen Zügen – du hast es nur einmal.
    ich umarme dich
    karin

  22. Siegrid said

    Danke Karin, für deine liebe Antwort.

    Von fremden Menschen hätte ich so ein Verhalten ja erwartet, aber niemals von meinen Geschwistern!
    Ich war doch immer da, für sie?
    Letzte Nacht wurde ich immer mal wieder wach und diese Gedanken waren dann in meinem Kopf- Warum nur?
    Meine engere Familie, mein Mann und meine Kinder sind ja da für mich und ein lieber Arbeitskollege, sowie meine Nichte. Und auch liebe Menschen im Internet.
    Da bin ich froh darüber.
    Ich bin halt nur enttäuscht, weil ich dachte, meine Geschwister gehören zu meiner Familie.
    Aber ich werde drüber hinweg kommen.
    In der Not, lernt man die wahren Freunde kennen.
    Ich wünsche dir alles, alles Liebe

  23. 1leben said

    Alle Menschen, die dich so lieben, wie du bist, die dich so nehmen, wie du bist, all diese Menschen gehören zu deiner Familie.. verinnerliche diesen Satz, und dann werde auch einfach wieder gesund – so wie ich.. ich warte auf dich 😉

  24. claudia said

    es tut mir wirklich leid was passiert ist, ich habe heute auch erfahren das ich krebs habe und ganz erlich ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll,ich habe zwei kinder und ich bin richtig hilflos….

  25. Hello
    Ich bin aus Paris
    Ich habe gelesen und noch nicht alles übersetz
    Ich spreche nicht so gut Deutsch Ich hoffe dass Sie gut verstanden
    Ich habe Krebs und Schmerzen Aber ich möchte Offnung geben Bitte shauen http://www.sophielatour.com
    Ich schreibe Lieder die ich singe
    Vielen Dank Bis bald
    Sophie

  26. Ich korrigiere : bitte “ schauen “
    http://www.sophielatour.com
    Bis bald

  27. Hello,
    Ich habe Krebs Ich spreche Deutsch und English Meine Mutterspache ist französich Ich bin in Paris Vielen Dank Personnen haben mir mails geschickt Ich versuche Deutsch zu sprechen Ich mag diese Sprache und auch die anderen Sprachen Entchuldigung wenn ich etwas nicht richtig schreibe
    Vielen Dank Bald eine neue video auf mein website http://www.sophielatour.com Ich hoffe für alle viel Kraft und zusammen ist es einfacher Vielen Dank für dieses Forum Ich habe noch nicht alles übersetz Ich werde das tun ( mehr übersetzen ) Das ist angenehm mit mails zu sprechen Sophie ( e-mail in the website )http://www.sophielatour.com

  28. Karin Ich screibe Dir noch Ich bin aus Paris Frankreich Es gibt verschiedenen Krebs Das ist sehr schwer Heute Montag den 15 geht es ein biessen besser Ein biessen und es ist wunderschön Ich bedanke mich weil Sie mir geschrieben haben
    Ich bin Sophie Latour Mein Webseite ist http://www.sophielatour.com ( kostenlos ) Ich bin auch on Facebook Es ist schwer fÛr mich zu Fuss gehen Heute ein biessen besser Wie geht’s Ihnen Karin ? sophielatourdusite@voila.fr oder sophielatourone@gmail.com Bis bald
    Ich war drei mal operiert
    Keine Chemo noch einmal habe ich nein gesagt
    Entschuldigung weil Ich nicht so gut auf Deutsch spreche Ich bin in Frankreich geboren und ich spreche Französich Aber ich mag auf Deutsch und ( Englich auch ) sprechen Ich muss noch viel lernen
    sophielatour.com
    Bis bald
    Viel Kraft für alle Personnen
    Sophie

  29. Karin said

    Ich bin über so viel Lebensmut begeistert.
    Oft glauben wir, ohne uns geht es nicht weiter in der Familie.
    Aber wenn es kritisch wird, ist man sehr erstaunt, dass sich alle Familienmitglieder helfen, die Belohnungs für sie liegt im Gesund werden.
    LG Karin

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