Nein – eigentlich wollte ich mich jetzt nicht mehr befassen mit dem Thema Tod. Da ich aber sehe, unter welchen Stichworten meine Seite erstaunlicherweise gefunden wird – und daran zu erkennen glaube, wie verzweifelt doch anscheinend einige Leser sind – möchte ich mich noch einmal mit diesem Thema auseinander setzen. Zumal der Tod endlich einmal enttabuisiert werden sollte. Ist er doch derjenige, der unser Leben abschliesst – unser eines Leben hier auf dieser Erde – endgültig – unausweichlich…

Wann fängt man an, zu sterben?

Ich höre Stimmen, die sagen, dass unser Sterben bereits mit der Geburt anfängt – geboren worden, um zu sterben…..nein – das kann ich nicht so stehen lassen – das ist mir zu trivial http://de.wiktionary.org/wiki/trivial – das ist eine typische Erklärung unserer Zeit – hoffnungslos – verständnislos – sinnlos…

Bedenken wir doch einmal das Wunder der Zeugung. Was passiert dort? Zwei Einzeller – der Samen und das Ei – treffen aufeinander. So hat es damals auch angefangen – das Leben auf unserer Erde.. Einzeller waren die ersten Bewohner hier. Irgendwann bekamen sie die Fähigkeit, sich zu teilen, sich zu vermehren. Wie großartig ist die Schöpfung, dass sie diese Option eröffnete – und das sie sich unendliche Male wiederholt – ihr zu Ehren – ohne Ende… Diese Wunder der Zeugung, wo sich aus zwei Zellen eine formt. Sie fängt an, sich zu teilen und zu teilen – und formt sich, ohne es lernen zu müssen, zu einem Geschöpf – zu einem Geschöpf, in dem das Wissen um diese Teilung lebt, ohne das wir es wissen, ohne dass wir es lernen müssen. Es ist einfach da. Und macht uns zu einem Teil dieses Lebens hier.
Aber sind wir geboren, um zu sterben? Was ist mit all den Geschöpfen, all den Pflanzen, die es hier gibt? Wurden sie alle nur geboren, um zu sterben? Nein, mit Sicherheit nicht! Sie alle hatten und haben eine Aufgabe zu erfüllen – die Aufgabe, dieses Leben hier im Sinne der Schöpfung fort zu führen.
Und wir? Was sollte uns unterscheiden von all diesem Leben um uns? Nichts?

Oh doch – es gibt einen Unterschied . wir haben die Fähigkeit, in die Zukunft zu denken – wenn es auch nicht immer der Wahrheit entspricht – wir haben die Fähigkeit zu abstrahieren http://de.wiktionary.org/wiki/abstrahieren wir haben die Fähigkeit zu begreifen, was wir warum tun. All diese Fähigkeiten sind in uns – wir nutzen sie nur nicht – wir mißbrauchen sie. Dies Fähigkeit, die uns von der Schöpfung zu treuen Händen gegeben wurde.

Der Wert eines Lebens ist unbezahlbar, einzigartig – sollte es zumindestens sein. Dessen sollten wir uns bewußt sein – niemand ist besser, niemand ist schlechter – und jeder ist einzigartig. Das haben wir vergessen – oder haben wir es nie gelernt? Wie kommt es, dass einige höher geschätzt werden? Wie kommt es, dass die Menschen immer in Gruppen in eine Richtung fluten? Woher entstammen unsere Vorbilder? Idole? Sind sie besser? Wirklich? Nein, heute mit Sicherheit nicht mehr.
Die Zeit heute ist zu schnelllebig- wir betrügen sie, die Zeit – wir haben sie benannt in Sekunden, Minuten, Stunden, Tage… und stopfen sie voll mit Ereignissen – Ereignissen, die nicht in dieser Geschwindigkeit ablaufen sollten , weil wir so einfach nicht begreifen können – denn dazu brauchen wir Zeit – Zeit, die wir nicht mehr haben. Es ist diese Kunst, die so beschrieben wird:
Mit allen Sinnen geniessen….
Wir haben verlernt, zu leben – verlernt, zu denken – zu begreifen….

Wir lassen uns von Reizen überfluten, die all unsere Fähigkeiten bremsen und verstümmeln. Die Medien haben uns völlig im Griff – die Medien, die bis zur Perfektion ausgebaut werden – entwickelt werden – die uns vorschreiben, was und wie wir denken und handeln sollen – was und wie wir sind. Der Wert unserer Leistung wird in Entgelten http://de.wikipedia.org/wiki/Entgelt festgelegt, die den Platz in der Gesellschaft bestimmen. Viel Entgelt, viel Wert – so definiert sich heute der Wert des Menschen.

Was hat das mit Leben zu tun ?? War das der Sinn der Schöpfung?

Es ist nicht wichtig, auf welchem Platz wir stehen – wichtig ist, wie wir diesen Platz ausfüllen!

Wir müssen anfangen zu lernen, dass Geld und Macht nicht unsere Götter sind , wir müssen begreifen, dass dies keine Entscheidung der Schöpfung gewesen sein kann! Wir müssen verstehen, dass wir hier auf Erden unser Paradies, das uns die Schöpfung zu treuen Händen gab, zerstören – dass wir gegen die Macht handeln, die uns das Leben geschenkt hat. Wir müssen begreifen, dass Gott uns das Leben geschenkt hat, und dass wir die Verantwortung dafür in uns tragen.
Sicher ist er mühselig, dieser Weg, denn wir müssen beginnen, zu überdenken, ob unser Verhalten wirklich im Einklang mit der Schöpfung ist, ob das, was wir tun – wie wir es tun, wirklich Sinn hat.
Doch wenn wir es schaffen, uns zu lösen von diesen Werten, die man uns übermächtig einhämmert – wenn wir begreifen, dass wir unsere Aufgabe hier zu erfüllen haben – wenn wir diesen Weg beschreiten, dann hat die Frage, wann wir anfangen zu sterben, keinen Platz mehr in uns, denn dann leben wir. Und dann ist der Tod der krönende Abschluss einen reichen Daseins auf unserer Erde.

Das Sterben beginnt, wenn wir nicht wahrhaftig leben.

Der 27. Juli 2008

Juli 25, 2008

Es wird ein schöner Tag – und es wird ein Geburtstag. Für Frau Barbara Rudnik.

Ich wünsche von Herzen, dass Sie diesen Tag genießen können – ich hoffe, in Neuseeland – eine Einladung haben Sie ja erhalten, wie ich durch den neusten Kommentar von Henry erkennen kann. Er hat ihn unter meinen Artikel : es geht bergauf gesetzt.

Auf dass es bergauf geht für Sie, Frau Rudnik – kommen Sie zurück ins Leben – .

Ich grüsse Sie.

Es geht bergauf

Juli 22, 2008

So – die Zeit vergeht wie im Flug – ich schreib mal einen Zwischenbericht:

Meine  Schmerzen         sind weg
Meine  Müdigkeit          ist weg
Meine Erschöpfung       was ist das?
Meine Energie               läuft auf Hochtouren
Mein Gefühl                  ich bin glücklich

Was noch?

Es ist, als wäre mir das Leben neu geschenkt worden – als wäre ich die junge Frau von 30 Jahren – mit dem Wissen von heute – voller Tatendrang, offen für alles, was kommen wird. Die Sonne scheint, und ich liebe die Sonne – es regnet und ich geniesse die Tropfen auf meinem Gesicht – es stürmt, und ich fühle die Kraft der Natur, lasse mich umwehen und werde eins mit ihr.
Ich sehe hinaus aufs Meer, hinaus und spüre die Allmacht des Lebens – und es ist gut so.

Gespannt bin ich – wie ein Flitzebogen – auf die nächste Untersuchung – auf die Ergebnisse….

Seit einigen Tagen kann ich wieder normal gehen – keinerlei Beschwerden mehr da. Nur die Lungenflügel meckern noch etwas – was Wunder bei zahlreichen Embolien. Aber ich habe angefangen, meinen Körper zu entgiften und zu entschlacken – ein bischen Bewegung  – jeden Tag ein bischen mehr. Ich will’s nicht übertreiben… noch kenne ich die Ergebnisse nicht.
Wir werden es sehen.

Danke

Juli 20, 2008

Schöne Welt…
Wunderbares Leben… da bist du ja endlich!!!!

Jetzt hat es mich wieder, das Leben – in voller Pracht und Herrlichkeit. Nein – nicht wieder.. JETZT fange ich an, zu leben, jetzt bin ich da.. und wie ich da bin!!

Diese Gefühl.. so schön, so rein, so klar.. aumann.. und das habe ich bisher versäumt?? Dann wird es aber Zeit- es gibt viel zu tu

Wie geht es mir? Gefühlt bin ich gesund, so viele Glückshormone durchströmen mich jetzt… tatsächlich?…wer weiss.. ich werde es sehen, bei der nächsten Knochenszinti,
beim nächsten ct…aber eins, das weiss ich jetzt schon:
Ohne dieses Wärme des Lebens – ohne dieses eine Ereignis, das ich hier erleben durfte – ich würde es niemals so gut schaffen, wie ich es jetzt schaffe.- Und ich weiss, dass ich es schaffen werde!

Mit einem Mal ist so vieles nichtig geworden.. Streitereien.. Neid.. Erfolgsstreben.. Gier… Missverständnisse… es ist, als hätte mich mein Indianer in einem gewaltigen Wirbel aus Wasser hoch gehoben auf eine andere Ebene – dorthin, wo Gefühle wichtiger sind, als der Vergangenheit nach zu hängen, und das so sinnlose Kämpfen um Anerkennung… Anerkennung – was ist das? Der Wunsch, zu einer Gruppe zu gehören – zu meiner Gruppe? – nein, danke – ich bin meine eigene Gruppe…

Sie sind weit offen, meine Augen, sie sehen alles viel deutlicher, viel klarer – und mit einem Mal erkenne ich auch, was es bedeutet, zu lieben. Einfach zu lieben..
Mit einem Mal erkenne ich, zu was ein Mensch, zu was ich fähig sein kann, wenn ich es zeige, wenn ich es lebe. Dieses Glück – wie Schallwellen nimmt es seinen Weg, geht hindurch durch diese Tristness des Alltags, leicht wie ein Vogel – schön wie eine Blume – warm wie die Sonne. Da ist es, das Paradies, das ich in meinem Traum sah und fühlte…Wo mit mir alle meine Freunde kamen…Als ob das Herz zu gross wird für meinen Körper und das ganze Glück hinausgerufen werden muss, damit alle daran teilhaben können…

Kein Zurück mehr. Nur noch vorwärts, hinein ins Leben!

… ich bin überreich beschenkt worden…

.. ich bin einfach glücklich…

Karin

Ach Henry – so lange ist es noch nicht her, seit ich dich kenne, und doch kommt es mir vor, als würden wir uns ewig kennen….weißt du noch? Wie ich deinen Kommentar gecancelt habe? Wie ich dich in einer e – Mail angeschnauzt habe: wenn Sie heilen können, warum gehen Sie nicht an die Öffentlichkeit und verdienen viel Geld damit?
Und dann kam deine Antwort – eine Antwort, die ich wegen meiner groben Unhöflichkeit eigentlich gar nicht verdient hatte:
Karin – Maedchen, es gibt Menschen die bestimmte Begabungen haben, sie werden in Krankenhaeusern und auch von Aerzten eingesetzt. Diese Menschen, arbeiten in der Stille da sie genau das nicht wollen, was du mit ihnen anstellen wuerdest.

Du könntest mich auch heilen, hast du geschrieben. Ich müsste es dir nur mitteilen – und meinen vollständigen Namen und mein Geburtsdatum angeben. Da werde ich doch neugierig. Ich habe dir die Daten gegeben – und in der nächsten e – Mail steht: wenn du diese Mail geöffnet hast, dann beginnt die Heilung….

Bin ich verrückt? Frage ich meinen Sohn heute. „Ich hasse das Wort verrückt!“ antwortet er „verrückt, dieser Ausdruck wird von Menschen benutzt, die nicht verstehen!“

Und was sagte Rainer?: Du weißt es – ich weiss es – was kümmern uns die anderen? – So in etwas hatte mir mein Radiologe auch geantwortet.

Nein- ich bin nicht verrückt!

Ich habe einen Weg zu gehen, und dieser Weg hat mich zu einer Frau geführt, die noch nicht sterben will und soll – es kann nicht sein… Barbara…es tut nicht weh, nein – niemand will etwas böses von dir – und es ist einfach – so einfach – fühle es doch – richte dich auf – es ist nur ein Satz, ein einfacher Satz:

Ja – ich will geheilt werden

Ach Henry, kennst du sie? Die Geschichte von dem tiefgläubigen Mann der auf einer einsamen Wanderung in einem Moorloch einbricht und zu versinken droht? Aus tiefstem Herzen betet er zu Gott, und bittet ihn um Hilfe. Und wie er da so steht und betet, da kommt ein Postbote vorbei, sieht den frommen Mann in seiner Not und will ihm helfen. „Das ist nett von dir,“ sagt der Eingesunkene, „aber ich brauche keine Hilfe von dir – Gott wird mir helfen.“ Erstaunt und etwas ratlos verlässt der Postbote den Ort…. da kommt ein Bauer vorbei und biete seine Hilfe an, doch auch ihn – Henry – auch ihn schickt der Fromme fort mit den Worten: „Gott wird mir helfen.“ Ein Priester eilt herbei – auch er wird abgewiesen – und dann versinkt er, der Fromme, im Morast…
Im Himmel sucht er Gott auf und fragt ihn: „Herr, warum hast du mir nicht geholfen – war ich nicht rechtschaffen genug?“ Und Gott antwortet: „ Mein Sohn – ich wollte dir helfen – drei Männer habe ich geschickt, dich zu retten, aber du hast es abgelehnt. So sage mir, was konnte ich mehr tun?“

Du hast mir geschrieben, dass ich jetzt auf dem Wege der Heilung bin… dass ich mir Aufgaben aufgeladen habe, die mich noch über 30 Jahre hier auf der Erde halten werden…. und du bittest mich, zu dokumentieren, wie es mir geht, was ich empfinde, was ich empfunden habe, als die Energien kamen.
Es war kein komisches Gefühl, Henry – überhaupt nicht – vielmehr war ich eher euphorisch – natürlich, ich freute mich, überhaupt einmal das Gefühl der Hoffnung wieder haben zu können – das Gefühl, dass es doch weiter gehen könnte, das Leben – mein Leben….

Seit ich dich kenne, Henry, durchlaufe ich ein Wechselbad der Gefühle. Ich weiss nicht mehr, was wahr und was Schein ist, auf einmal so klar und deutlich, und dann wieder die Abwehr gegen etwas, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf.

Weggelaufen bin ich oft, Henry – sehr oft… zu oft…. ich werde nie wieder weglaufen – nie wieder.

Wie es mir jetzt geht? Gut, sehr gut sogar. Gestern war sozusagen Premiere; zum ersten Mal seit über 2 Jahren konnte ich die Treppenstufen ganz normal hinunter gehen – Stufe für Stufe für Stufe… gut, unten angekommen war ich schon etwas erschöpft, aber ich war ja auch etwas voreilig… wozu habe ich mir jetzt den Rollstuhl verschreiben lassen??? Und die Schmerzen, Henry, sie lassen tatsächlich nach – sie werden immer weniger… Was ist das? Eine Autosuggestion? http://de.wikipedia.org/wiki/Autosuggestion So stark? Morgen ist Donnerstag, morgen werde ich den Onkologen bitten, mein Blut auf noch vorhandene Krebszellen hin zu untersuchen – wenn denn so etwas möglich ist. Morgen werde ich mehr wissen.

Und ich glaube, Henry – aus tiefstem Herzen glaube ich, dass ein Heilung erfolgen wird, ich spüre es in mir, weil ich es spüren will. Mein Wille, weißt du, mein Wille ist ausschlaggebend dafür, dass es so sein wird. Der so unendlich vieles vermag, der uns das Adrenalin http://de.wikipedia.org/wiki/Adrenalin in den Körper jagen und unsere Kräfte um ein vielfaches anwachsen zu lassen….

Barbara muss nur wollen… mehr nicht…

Wir wollen nichts von dir, Barbara – nur helfen.. mehr nicht – keine Öffentlichkeit – nichts… nur die Hoffnung, dass wir eine Mitteilung von dir erhalten werden – dass du geheilt werden willst. Glaube an Henry, Barbara – ich tue es auch. Warum auch nicht? Es tut nicht weh, es kostet nichts, es tut gut, es beruhigt, es gibt ein warmes weiches Gefühl. Wir haben nicht mehr zu verlieren, Barbara – wir können nur noch gewinnen. Komm mit

Ja, es stimmt wohl – auch sie hat Brustkrebs – auch bei ihr ist er unheilbar. Nach 2 Jahren (!!) nach dieser Zeit schafft sie es, sich zu „outen“. Und wird bewundert… starke Frau – sicherlich – hat weiter gearbeitet – klar, müssen viele. Ihre Fans sind schockiert…entsetzt…fassungslos…leiden mit ihr.
Warum, so stelle ich mir die Frage, warum hat diese intelligente, schöne Frau ihre Krankheit so lange verheimlicht? Ist ihr nicht klar, dass sie alle Krebskranken dadurch stigmatisiert? Indirekt – so wenigstens fühle ich es in mir – indirekt wird dann von allen Erkrankten erwartet, dass sie sich ebenfalls zurück nehmen, dass sie ihre Krankheit verschweigen oder ignorieren.. bagatellisieren…

Gestern, während der Therapie, da habe ich aus lauter Langweile und aus lauter Frust – jede Woche Therapie – lebenslänglich, hoffentlich lebenslänglich, denn wenn die Metastasen gegen das Herceptin immun werden – und das werden sie irgendwann, dann geht es los, das neue Suchen nach dem neuen Wirkstoff , der hoffentlich auch hilft – der die Überlebenszeit verlängert… jedenfalls habe ich mir da aus dem Haufen dieser Schmierenheftchen die Bunte raus geholt. Barabara Rudnik hat Krebs – lese ich da – unglaubliche Lebenslust hat sie – steht da – sie will sich nicht länger verstecken – schreiben sie. Na gut – vielleicht baut es mich ja auf.

Auhauehaueha….ich hab’s dann meiner Mitleiderin ( die eigentlich auch nicht mehr leben dürfte ) vorgelesen – als Lehrmaterial, sozusagen. Bei der ersten Diagnose, lese ich da, bereits Metastasen in der Leber , in den Knochen und im Gehirn. Boey… in der Leber, aber die Frau wird nicht gelb, so wie die normal erkrankten…Metastasen im Kopf! Und eine Chemo macht sie platt!!! Für jeden anderen bedeutet dies das endgültige AUS…Denn es gibt hier in Deutschland keine Chemo, die diese Schranke zum Gehirn überwinden kann, um da die Metastasen platt zu machen!!! Das grenzt ja schier an Zauberei!!!

Jetzt, seit ein paar Wochen ist hier ein Wirkstoff mit Nahmen Lapatinib freigegeben, der angeblich diese Schranke durchbrechen kann. Ok… lassen wir es.. erwähnte ich bereits, dass ich von Schmierenzeitschriften redete?

Nur, damit es klar wird: Ich weiss, dass Frau Rudnik schwerst krank ist – was den Zorn in mir hochkommen lässt, das ist die Art, wie die Medien diese Tragödie verarbeiten!! Ich habe gesehen, wie schwerst Erkrankte auf diesen Bericht reagieren – wie bei ihnen die Verzweiflung hochschoss, wie sie anfingen, zu weinen – all das hat mich dazu gebracht, diesen Brief zu schreiben. Es soll kein Angriff auf Frau Rudnik sein – mit Sicherheit nicht!

Eigentlich wollte ich voller Wut an Sie schreiben, Frau Rudnik – Sie fragen, wie Sie das alles behaupten können – aber es hat sich relativiert…. im Internet steht es ja – irgendwo kleingedruckt, dass sich die Bildzeitung ( die ich schon gar nicht anrühre ) und die Bunte in ihren Schmierenkrieg über Fotos von Ihnen und über Ihre Aussagen in die Haare gekriegt haben.
Widerliche Aasfresser….brauchen Sie das noch?

Ich hoffe von Herzen Frau Rudnik dass Sie Ihren 50. Ehrentag noch erleben – in vollem Bewusstsein. Ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen, so wie ich es allen schwerst Erkrankten wünsche. Ich wünsche mir so sehr, dass Sie bereit sind wenn es soweit ist, dass Sie leichten Herzens gehen können…
…Vielleicht habe ich noch ein bißchen mehr erwartet, Frau Rudnik, wo Sie doch für so viele Menschen eine Vorbildfunktion haben. Nicht : Ich will leben – eher: wir wollen alle leben, alle, die so schwer erkrankt sind.

Wenn Sie es können, Frau Rudnik, lesen Sie doch in den Krebsforen, wie verzweifelt sie sind, die Menschen, denen die Diagnose den Boden unter den Füssen weggezogen hat, wie sehr sie nach Hilfe suchen.

Sie sind stark – kommen Sie, Frau Rudnik, nehmen Sie dieser Krankheit dieses Stigma. Wir sind keine Aussätzigen, wir sind nicht ansteckend, niemand hat es gewollt. Nutzen Sie Ihre Prominenz, stehen Sie wirklich zu dem, was da kommt, zeigen Sie den Menschen, was es wirklich bedeutet, daran erkrankt zu sein – immer vorausgesetzt, dass Sie es noch können, Frau Rudnik…ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen.

Stehen Sie bitte auf.