Weihnachten

Dezember 11, 2008

Was für ein wunderbarer Nachmittag ist das heute…

…wenn ich ehrlich bin… die ganze letzte Zeit war schön – kein Streit, kein Gequake, kein Stress – ich lasse mich einfach nicht mehr stressen…

Ich lasse mich auch nicht mehr ärgern – warum auch – es ist ja alles nur ein Spiel, was hier läuft – ein recht eigenartiges Spiel, zugegeben, aber so soll es ja sein. Hier zuhause genießen wir einfach die schöne Zeit. Es ist Adventszeit. Und zum ersten Mal in meinem Leben freue ich mich auf Weihnachten – zum ersten Mal in meinem Leben schenke ich mit Freuden. Ich genieße diese Zeit und ich wünsche mir, dass es so weitergehen wird, dass sich meine Wünsche erfüllen werden, dass ich meinen Weg gehen werde, so, wie ich ihn gehen sollte.

Ich spüre die Hektik um mich herum – sie haben alle keine Zeit, sie müssen schmücken, kaufen, feiern… müssen sie wohl… wir selbst haben nicht geschmückt. Wir wollen es alle nicht. Das friedliche Gefühl in uns ist so überwältigend stark, dass wir nichts mehr benötigen, um uns auf den Heiligen Abend vorzubereiten. Ich freue mich unglaublich darüber, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist – dass ich wegen einer Portentzündung seit 4 Wochen keine Therapie mache – die Entzündung ist jetzt weg, aber einen Termin bei meinem Onkologen zu bekommen.. auweia.. ach, was soll’s, mir geht es gut – die anderen brauchen ihn notwendiger. Er ist ein feiner Mensch, mein Onkologe – schön, dass es solche Menschen wie ihn auch gibt – so einfühlsam und doch so voller Leben. Ein Mensch, der seine Schultern zum Anlehnen anbietet – sie brauchen ihn mehr als ich – ich habe ja eine Schulter – achwatt, viele Schultern hab ich, an die ich mich anlehnen darf, wenn ich will. Ich muss nicht mehr die Starke spielen, ich bin sie jetzt – mit dem sicheren Hintergrund, geborgen zu sein, weinen zu dürfen, wenn mir nach weinen zumute ist, schwach sein zu dürfen, wenn ich schwach bin – ja, da ist es so einfach, wirklich stark zu sein. Ich bin aufgestanden, erwacht aus einem langen Schlaf. Ich darf noch einmal von vorne anfangen….

Am ersten Weihnachtstag werde ich, ganz für mich alleine, eine Kerze anzünden und meine Wiedergeburt feiern – mein zweites Leben, ich darf es in diesem ersten Leben erleben…

Was passiert mir? Es ist so unfassbar schön und friedlich – und das wünsche ich euch auch, euch allen, die ihr hier lest – ich wünsche euch aus ganzem Herzen, dass Weihnachten das für euch wird, was es sein sollte – die Erinnerung an den einen, der damals geboren wurde, um uns zu zeigen, wie schön das Leben sein kann. Holt sie hoch, die Erinnerung – sie steckt in euch, weitergegeben über Generationen, tief in euren Herzen.

und auch für meinen wunderbaren Schutzengel, für meinen Indianer

Frohe Weihnachten

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2 Antworten to “Weihnachten”

  1. Ich hoffe Du konntest die Festtage in der gewünschten Form verbringen und hast gemeinsam mit deinem Indianer vor der einen Kerze gesesse. Ich wünsch Dir noch viele solcher Sessions und wünsch einen guten Rutsch in ein hoffentlich freundliches Jahr-alles Liebe Kurt

  2. 1leben said

    Ich danke dir, ja – ich habe es genossen – habe dann aber doch nicht meine 2. Geburtstag gefeiert – das war nicht nötig – mir ist klar geworden, das es eben dieses eine Leben ist, das ich leben soll und will. Es geht mir sehr gut – und auch dir wünsche ich alles gute für das Neue Jahr, Kurt
    Karin

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