Und ich werde es schaffen!

August 23, 2009

Jetzt kommt die nächste Phase – es geht weiter – weiter mit dem Versuch, mein Leben in lebenswerter Weise zu verlängern.

Xeloda werde ich schlucken – und Tyverb – und hoffen, dass die Therapie anschlägt.

Achwas hoffen! Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass es einwandfrei klappen wird. Was sagte mein Onkologe letzten Donnerstag zu mir:

Sie sind die erste, die diese aggressive Form des Brustkrebses so lange überlebt hat.

Erst habe ich geschluckt –aumann… so nahe dran… aber dann habe ich mich entschieden; das ist einfach einmalig – darauf  kann ich richtig stolz sein – und wenn ich das alles geschafft habe – ja, was hindert mich daran, noch viele Jahre leben zu können? Ich habe das bisher unschaffbare geschafft – na, dann schaffe ich den Rest ja wohl auch… wäre ja gelacht…

Und meinen Frieden habe ich gefunden – tief in mir ist er – fest verankert in meiner Seele – gibt mir die Kraft, zu sehen, zu erkennen, zu begreifen und alles, was an Zweifeln war, einfach ausräumen zu können.

Meine Lebensqualität hat sich deutlich erhöht – die Menschen, die sich in meinem Umfeld bewegen passen genau zu mir, zu meiner Art, zu leben. Keine Missverständnisse mehr – was wir uns mitteilen, wird genauso verstanden, wie es weiter gegeben werden sollte.

Es ist einfach geworden, die Menschen, sprich, ihr Verhalten zu verstehen – es ist mir klar geworden, dass ich es erkennen kann, nicht, um sie zu verurteilen oder zu beurteilen – nein, das steht mir nicht zu. Ich habe begriffen, dass jeder Mensch das Recht hat, so zu leben, wie  er es für richtig hält, dass alles, was er an die Umwelt abgibt, genauso zu ihm wiederkommt, in genau der gleichen Weise.

Spiegelbild nennt sich  das wohl…

Oder: So, wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus…

Es gibt eine  Menge an weisen Sprüchen, die uns zeigen können, wie wir leben sollen – nur – versehen müssen wir es auch – aber dann ist tiefer Frieden in uns – dann gibt es keinen Hass und keine Verachtung mehr: Nur noch Verständnis und Begreifen…

Und mit dieser Ruhe tief in mir werde ich es auch schaffen, den nächsten Abschnitt zu meistern – und mit den lieben Menschen um mich herum… mit all den guten Gedanken, die ich in mir habe schaffe ich Dinge, die andere eben nicht schaffen können… bisher nicht… jetzt bin ich doch ein bisschen neugierig, was mich noch alles erwarten wird, wie viele Menschen ich noch kennen lernen werde – wie viel  Neues ich noch erfahren darf. Es stimmt, was ich am Anfang schrieb: Wenn es soweit ist, werde ich bereit sein. Aber bereit bin ich noch lange nicht – dafür bin ich einfach viel zu neugierig. Dafür genieße ich das Leben einfach viel zu sehr – eben weil ich so vieles erkennen darf – verstehen darf… aumann..

ist das Leben nicht  einfach wunderbar?

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